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Der Feuerwehr-Notruf

WO ist es passiert (Straße, Nummer)
WAS ist passiert? (Unfall, Feuer, usw.)
WIEVIELE Personen sind betroffen?
WELCHE Verletzungen?
WER ruft an?
(Name des Anrufers)
WARTEN
auf Rückfragen

Kranwagen- Kran und Rüsteinheit der Feuerwehr Garmisch

Entwicklung der Technische HilfeleistungEntwicklung der Technische Hilfeleistung
Über 50 Jahre Kran und Rüsteinheit bei der FEUERWEHR GARMISCH

Heute ist es in unserem Landkreis selbstverständlich, dass fast jedezweite Feuerwehr mit einem sog. Hydraulischen Rettungssatz, also einer Rettungschere und Rettungsspreizer, ausgerüstet ist, um insbesondere bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen schnell und effektiv Hilfe leisten zu können.Dem heutigen Stand ging aber eine lange, mittlerweile über 50- jährige Entwicklung vorraus, die der nachfolgende Beitrag, sowie die Fotos der Feuerwehr Garmisch, auszugsweise wiedergeben:Im Vorfeld der erstmaligen Beschaffung eines Rüstwagens für denLandkreis Garmisch – Partenkirchen fand am Samstag 20. August 1955 auf dem Rathausplatz in Garmisch – Partenkirchen vor den beiden Bürgermeistern des Marktes, Vertretern des Landratsamtes, Kreis-brandinspektor Stückl und zahlreichen  Feuerwehrkommandanten des Landkreises eine Besichtigung und Vorführung statt.Durch die Anschaffung eines Rüstwagens sollte im Hinblick auf diesteigende Anzahl von Verkehrsunfällen im Landkreis eine bislangbestehende Versorgungslücke geschlossen werden.Am Samstag 11. August 1956, war es dann so weit:Das neue Rüstfahrzeug auf Mercedes- Benz, 145 PS, Gesamtgewicht 15 t, Aufbau und Kran mit 10 t Hubkraft der Firma Metz, des Landkreises Garmisch- Partenkirchen erhielt von H.H. Dekan Lorenzer den kirchlichen Segen und wurde als erstes und modernstes Kran- und Rüstfahrzeug in Bayern durch Landrat Renk und Kreisbrandinspektor Stückl, offiziell in den Dienst gestellt. Stückl verlieh in einer kurzen Ansprache seiner Freude, über das neue Rüstfahrzeug, Ausdruck. Unter anderem führte er aus, dass die Technisierung viele Annehmlichkeiten, aber auch mehr Gefahren mit sich gebracht und den Feuerwehren neue Aufgaben zugewiesen hätten. Das neue Rüstfahrzeug ist ein wichtiges, wertvolles Gerät auf dem Gebiet der technischen Hilfeleistung. Bei der gemeinsamen Fahrt mit dem Sparkassendirektor Hillebrant kam nochmals zum Ausdruck, dass man das beste Rüstfahrzeug, das es zum damaligen Zeitpunkt gab, ausgewählt hatte.Unter den Gästen sah man neben Regierungsrat Beseller und anderen Herren des Landratsamtes, die Bürgermeister Schütte, Maderspacher und Seitz (Mittenwald), sowie zahlreiche Gemeinderäte. Schließlich ergriff auch noch der Präsident der Bayerischen Sparkassen- und Giroverbände, Staatsminister a.D. Dr.Zorn das Wort und beglückwünschte den Landkreis zu dem neuen Fahrzeug, einem Geschenk der Kreissparkasse Garmisch- Partenkirchen, das aus deren Überschüssen ermöglicht werden konnte. Das Fahrzeug wurde bei der Feuerwehr Garmisch stationiert.Seinen ersten großen Einsatz hatte der Rüstwagen im November 1956 bei einem schweren Verkehrsunfall an der Kranzbachbrücke zwischen Klais und Krün. Dabei rammte ein LKW einen Postomnibus. Die Bilanz: ein Toter und drei Schwerverletzte. Das Einsatzgebiet des Rüstwagens erstreckte sich von Anfang an auch auf das benachbarte Tirol, da dort ein solches Fahrzeug fehlte.Durch die Zunahme des Straßenverkehrs und das damit verbundene erhöhte Unfallrisiko wurde die Feuerwehr vermehrt zu technischen Hilfeleistung sowie zum Retten und Bergen von eingeklemmten Personen angefordert. Mit den damals zur Verfügung stehenden Fahrzeug war die Anfahrt zur Einsatzstelle, besonders an Bergstrecken, sehr zeitaufwändig.Das Kommando der Feuerwehr Garmisch entschloss sich daher, ein sog. Nothilfe- Fahrzeug anzuschaffen.Am Sonntag den 1.November 1971, wurde ein Mercedes- Kastenwagen L 508 D feierlich in Dienst gestellt. Aktive Feuerwehrkameraden bauten das Fahrzeug entsprechend aus und richteten es mit dem nötigen technischen Geräten ein.Das schnelle und wendige Fahrzeug verringerte die Fahrzeit zur Einsatzstelle erheblich und somit konnte den verletzten Personen eine schnellere Hilfe zuteil werden.Am Sonntag den 21. November 1976, konnte als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Rüstwagen ein neuer Kranwagen, KW 25 der Firma Krupp, feierlich in Dienst gestellt werden. Die Kosten für die Anschaffung des Kranwagens beliefen sich auf 300.000,- DM. Mit 250 PS konnte der KW 25 bis zu 25 Tonnen Last heben und hatte eine Ausladung von 25 Metern.Das bisherige Nothilfe – Fahrzeug wurde 1980 durch einen Rüstwagen RW 2, Mercedes Benz (Ziegler), für Unfälle und technische Hilfeleistung abgelöst.Wegen der hohen Reparaturaufwandes und Schwierigkeiten bei der Ersatzteil Beschaffung für den KW 25 entschloss sich der Landkreis einen neuen Kranwagen KW 50 der Firma Liebherr zu beschaffen und der Feuerwehr Garmisch zu übergeben. Am Sonntag den 16.Mai 1999, fand die Einweihung des neuen Kranwagens am Richard- Strauss- Platz statt.Der neue Kranwagen und dem nun 2006 in Dienst gestellten AB- Rüst/ Material, der auf einem 3-Achs-Wechsellader MAN TGA 26.430 transportiert wird, ist die Feuerwehr Garmisch technisch auf dem neuesten Stand, um als zentrale Stützpunktfeuerwehr für die Schwere Technische Hilfeleistung im gesamten Landkreis, als auch im angrenzenden Tirol schnell, effektiv und mit dem notwendigen, gut ausgebildeten Personal helfen zu können.

 

Details:Kranwagen KW 50 und WLF 82/2 mit AB- Rüst/ Material

Dieses Fahrzeug wurde vom Landkreis Garmisch – Partenkirchen beschafft und der Feuerwehr Garmisch zur Durchführung technischer Rettungseinsätze von Menschen und Tieren übergeben, sowie für die Hilfeleistungen zur Erhaltung bedeutender Sachwerte oderVermeidung größerer Umweltschäden. Es handelt sich um eineErsatzbeschaffung für einen 27 Jahre alten Kranwagen, der wegen dem hohem Reparaturaufwand und Schwierigkeiten bei derErsatzteilbeschaffung ausgetauscht werden musste. Der neue Kranwagen hat ein Gewicht von 48 Tonnen. Bei einer Ausladung von 3.5 Metern erreicht er eine Tragfähigkeit von 50 Tonnen. Wenn der Teleskopausleger auf die max. Länge von 42 Metern ausgefahren ist, kann noch eine Last von einer Tonne angehoben werden. Eine elektronische Anzeige informiert über Last, Kranauslastung,Arbeitsradien, Auslegerlänge und Hubhöhe. Am Fahrzeugheck ist eine 20 Tonnen Bergewinde mit einer Seillänge von 70 Metern, sowie einer Abschleppvorrichtung eingebaut. Der Kranwagen verfügt außerdem über einen Hafenrettungskorb mit einer Grundfläche von 3,75pm, der mit fünf Personen oder 500kg belastbar ist. Ferner werdenverschiedene Werkzeuge und  Anschlagmittel mitgeführt. DerFahrzeugmotor leistet 408 PS, der Kranmotor 163 PS. Im Gelände können alle acht Räder angetrieben und alle vier Achsen mittels Differentialsperre gesperrt werden.

WLF 82/2 mit AB- Rüst/ Material

Das dreiachsige Fahrgestell des MAN TGA 26.430 mit „Hydrodrive“hydraulisch  angetriebener Vorderachse und liftbarer Nachlauflenkachse wird von einem 430 PS starken Motor angetrieben.Hinzu kommen ein Ladekran, er 10,6 t. bei einer seitlichen Ausladung von 1,9 m hebt. Bei einer Ausladung von 15 m hat er noch eine Hubkraft von 1,8 t.  Im Kran selbst ist zudem eine Seilwinde mit einer nutzbaren Seillänge von 60 m und einer Zugkraft von 2,2 t eingebaut. Das Hakengerät ist in der Lage bis zu 26 t schwere Abrollbehälter aufzunehmen. Die fest eingebaute Rotzler- Treibmatic- Winde hat eine Zugkraft von max. 16 t  nach hinten.Dieses moderne Hochleistungsfahrzeug wurde notwendig, da nur damit die immer schwerer werdenden Abrollbehälter (AB) wie z.B. der AB Atemschutz oder der ständig aufgesattelte AB Rüst/ Material sicher zu transportieren ist.Die Feuerwehr kann damit ihrer Aufgabe als Stützpunktfeuerwehr für die schwere Technische Hilfeleistung z.B.: bei LKW-, Eisenbahn- oder Busunfällen im gesamten Landkreis und dem angrenzenden Tirol noch wirkungsvoller nachkommen.Auch im Bereich des Katastrophenschutzes, der gerade im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen hat, wird das neue Fahrzeug zu einer noch effektiveren Einsatzbewältigung beitragen.

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